Was würde Apple tun – auf englisch

by Dirk Beckmann. Average Reading Time: about 3 minutes.

Mein neues Buch “What would Apple do?” erscheint am 16.07.2013 auf englisch im Biteback Publishing Verlag, London.

Es ist eine komplette Überarbeitung des deutschen Buches “Was würde Apple tun?”, denn in der Zeit zwischen den beiden Büchern hat sich in Sachen Apple viel getan.

Aus dem Vorwort
Als ich mit der deutschen Fassung des Buches im Jahr 2010 begonnen hatte, war gerade das iPad auf den Markt gekommen. Steve Jobs war auf dem Höhepunkt seines Schaffens und Apple noch nicht ganz die wertvollste, börsennotierte Firma der Welt.

Mit dem iPad gelang Apple ein Coup, der der Einführung des Macintosh im Jahre 1984 gleichkam – oder ihn sogar übertrumpfte. Mit dem iPad läutete Apple die Post-PC-Ära ein, die Zeit nach dem PC. Natürlich wurde das Gerät anfänglich von Fachleuten der Branche belächelt. Doch Apple war schon marktmächtig genug, um seine Kunden quasi über Nacht davon zu überzeugen, dass Schluss sein solle mit den umständlichen PCs, wenn es darum ginge, E-Mails zu schreiben, zu lesen oder im Netz zu surfen.

Anfang 2013 sieht die Welt wieder einmal anders aus. Apple ist das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt, und Steve Jobs ist tot. Eine Flut von Büchern ist auf dem Markt, allen voran die lesenswerte Biografie über das Leben des Apple-Gründers von Walter Isaacson.

Apple hat in den letzten zwei Jahren keine Revolution wie die Post-PC-Ära mehr eingeläutet und sich im Wesentlichen darauf beschränkt, seine Dominanz zu festigen. Es gibt Fachleute die sagen, Apple sei zu einer „Supply Chain Company“ geworden, einer Firma, die es versteht begehrenswerte Produkte zu entwickeln, sie preiswert in Fernost zu produzieren und überteuert zu verkaufen.

Im letzten Quartal 2012 machte Apple rund eine Milliarde Dollar Gewinn pro Woche, wurde aber dennoch von den Börsen bestraft. Der Börsenkurs sank in atemberaubender Geschwindigkeit und das trotz Umsatzwachstums. Steve Wozniak, der Mitgründer des Unternehmens mahnte schon, Apple müsse aufpassen, als Marke nicht seine Coolheit zu verlieren.

Apple wurde in seiner über dreißigjährigen Geschichte schon oft totgesagt. Doch auch dieses Mal hat das Unternehmen die besten Aussichten, das Gegenteil zu beweisen. Trotz sinkender Beliebtheit im Bereich der sogenannten Multiplikatoren, der „early adopters“ und Evangelisten, trotz der für diese Hardcore-Fans enttäuschenden Produktpräsentationen der letzten beiden Jahre und der fehlenden Innovationen vom Kaliber eines iPads: Apple ist in der Pole Position und in der Lage, noch einige Märkte zu revolutionieren.

Was auch immer man sich in Cupertino gerade ausdenkt, es bleibt spannend zu verfolgen, gerade wenn man sich als Unternehmer fragt, wie man mit dem digitalen Wandel umgehen soll. Ausgehend von der deutschen Erstausgabe haben ich das Buch grundlegend überarbeitet. Anders als zuvor habe ich mich diesmal ausschließlich auf Apple konzentriert und Google sowie die anderen Wettbewerber außen vor gelassen. Der Text ist daher kurz und fokussiert. Denn wenn man etwas von Apple lernen kann, dann, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und so viel wegzulassen, wie nur irgendwie möglich.

Der erste Teil des Buches beleuchtet drei Bereiche, in denen man von Apple lernen kann: Apple hat eine besondere Haltung, eine einzigartige Entwicklungsmethode und die wahrscheinlich beste Kommunikationsstrategie, um seine innovativen Produkte zu verkaufen – auch wenn es jetzt einige Kritiker an der aktuellen Image-Kampagne gibt.

Der zweite Teil zeigt, wie man die Apple-Methoden auf andere Branchen anwenden kann. Mit der Haltung, den Entwicklungsmethoden und der Kommunikationstrategie von Apple sähe beispielsweise ein Auto ganz anders aus, als wir es heute kennen. Auch eine Küche würde völlig anders funktionieren, und Spielzeug würde ganz neue Möglichkeiten für Eltern und Kinder eröffnen.

Das Buch richtet sich an alle, die ihre Produkte oder Dienstleistungen weiterentwickeln und sich digital positionieren wollen. Es ist für all die Menschen gedacht, die in ihrem Job vor der Frage stehen, wie man seine Produkte, Dienstleistungen, Abläufe oder die Kommunikation auf eine digitale Zeit ausrichten kann.